Das Deutsche Tipp-Kick-Archiv präsentiert in loser Folge die „Archivalien eines Augenblicks“. Diese Zeugnisse aus der über 100-jährigen Geschichte des Tipp-Kick-Spiels bzw. -Sports beweisen: Archive sind lebendige Schatzkammern, keine verstaubten Depots.
1. Archivalie eines Augenblicks
| Art der Archivalie: | Standbild aus dem Kinofilm „Zur Sache, Schätzchen“ (Digitalisat) |
| Alter: | Standbild (1967) – Digitalisat (2026) |
| Beschreibung: | Ein runder Nachttisch neben dem Bett des Hauptdarstellers Werner Enke rückt in mehreren Filmszenen ins Bild. Neben einer Lampe und einem Revolver zieht dort vor allem ein Tipp-Kick-Spiel die Blicke auf sich: Man erkennt das ausgebreitete Rollfeld, charakteristische Tore aus Drahtgestell und Fliegendraht sowie kniende Torhüter und Spieler mit hellen Druckknöpfen. Statt der üblichen vier Standardfiguren sind hier jedoch über ein Dutzend zu sehen – vermutlich wurden Fremdfiguren untergemischt. Da der 1954 eingeführte, stehende Torhüter „Toni“ hier noch fehlt, lässt sich das Alter des Spiels auf die Zeit vor 1954 eingrenzen. |
| Hintergrund: | Mit der Komödie „Zur Sache, Schätzchen“ gelang der Regisseurin May Spils (eigtl. Maria-Elisabeth Maier-Spils, geb. 1941) 1968 ein überraschender Kinoerfolg. Der Film ist ein zeitgeschichtliches Portrait des Münchner Stadtteils Schwabing der 1960er Jahre und zählt zu den herausragenden Vertretern des „Neuen Deutschen Films“ (auch: „Junger Deutscher Film“). Die Hauptrollen spielen Werner Enke (geb. 1941) und Uschi Glas (geb. 1944). Die im Film verwendete (Jugend-)Sprache, Ausdruck eines Lebensgefühls der Jugend der 1960er Jahre, fand Eingang in die deutsche Umgangs- und Alltagssprache.
Zitat aus: Maren Willkomm, Zur Sache, Schätzchen (May Spils, 1967), publiziert am 08.05.2017, in: Historisches Lexikon Bayerns, URL: https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Zur_Sache,_Schätzchen_(May_Spils,_1967) (14.05.2026) |
| Danksagung: | Wir danken dem Rechteinhaber herzlich für die großzügige Genehmigung zur Veröffentlichung des digitalen Fotos. Ein besonderer Dank gilt zudem Peter Funke für den wertvollen Hinweis auf die Filmszene. |


